Aktuelles

"Auf ein Wort" - Newsletter - Ausgabe 11

Auf ein Wort,

sehr geehrte Mitglieder und Förderer des Vereins Deutscher Ingenieure in Mecklenburg-Vorpommern,

gerne informieren wir Sie in unserem neusten Newsletter über vergangene Veranstaltungen und Neuerungen unseres Vereins.

Atome, Schiffe und Raketen

Bundestreffen der technikgeschichtlichen Arbeitskreise in Greifswald


Mit Mecklenburg-Vorpommern verbinden die meisten Menschen vermutlich eher unbeschwerten Strandurlaub und saubere Natur als imposante Industriezeugnisse und technikgeschichtliche Denkmäler. Und tatsächlich ist das nordöstlichste Bundesland ja auch weit mehr für seine weißen Strände, malerischen Seenlandschaften, Gutshäuser und ehrwürdigen Hansestädte als für sein industriegeschichtliches Erbe bekannt. Gleichwohl ist dieses in reicher Fülle vorhanden, darunter auch einige technikgeschichtliche Highlights.


Grund genug für die technikgeschichtlichen Arbeitskreise des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI), ihr diesjähriges Jahrestreffen im Nordosten der Bundesrepublik abzuhalten. Bei diesen Treffen stehen zwar primär der Erfahrungsaustausch und die engere Vernetzung der Arbeitskreise untereinander im Mittelpunkt, doch zugleich werden die Zusammenkünfte regelmäßig genutzt, sich über herausragende technikgeschichtliche Höhepunkte der jeweils gastgebenden Region zu informieren.


Für 2018 hatte nun erstmalig der Bezirksverein Mecklenburg-Vorpommern in die Hanse- und Universitätsstadt Greifswald geladen und nutzte natürlich die Gelegenheit, den Arbeitskreisleitern das so reiche technische und kulturelle Erbe des nordöstlichsten Bundeslandes vorzustellen. Veranstaltungsort war das Pommersche Landesmuseum, dessen Gebäudeensemble allein für sich genommen in seiner gelungenen Mischung aus Mittelalter, Neoklassizismus und moderner Glasfassade manch architektonisches Ausrufezeichen setzt. Aus technikhistorischer Sicht beeindruckten in Greifswald der längste Museumshafen Deutschlands mit seinen zahlreichen Traditionsseglern und historischen Arbeitsschiffen sowie das fast hundertjährige Teleskop der Sternwarte der Universität Greifswald. Letztere, 1456 gegründet, gilt als die zweitälteste Universität im Ostseeraum.


Wo hat man schon einmal Gelegenheit, direkt in einen Kernreaktor hineinzusehen! Ein ganz besonderes Objekt der Industriegeschichte befindet sich nur wenige Kilometer östlich von Greifswald. In Lubmin, mit Blick auf die beliebte Urlaubsinsel Rügen, wird seit den 90er Jahren mit dem früheren Atomkraftwerk „Bruno Leuschner“ eine der ehemals größten Atomanlagen Europas zurückgebaut. Im Jahr 1973 in Betrieb genommen, hätten die im Endausbau insgesamt 8 Kernreaktoren aus sowjetischer Produktion mehr als 3500 MW Leistung in das Netz eingespeist, 1000 MW mehr als etwa das AKW Biblis. Als 1989 die politische Wende in der DDR die weiteren Ausbaupläne des KKW jäh beendete, waren vier Rektoren seit vielen Jahren im Dauerbetrieb, ein fünfter Kraftwerksblock wurde gerade erprobt und ein sechster Reaktor war nahezu fertiggestellt. Dieser nie in Betrieb gegangene Reaktorblock 6 ist heute für geführte Besuchertouren geöffnet und stellt mit seinen Ausmaßen und der noch vorhandenen Kraftwerkstechnik ein wahrhaft imposantes Zeugnis deutscher Industriegeschichte dar. Die beeindruckten Arbeitskreisleiter überschütteten den ebenso sachkundigen wie geduldigen Besucherführer der „Entsorgungswerke Nord GmbH“ mit zahllosen Fragen und hätten diese Exkursion sicher gern noch ausgedehnt.
In Sichtweite des ehemaligen Kernkraftwerkes befindet sich auf der Ostseeinsel Usedom das wohl bekannteste technikhistorische Denkmal Mecklenburg-Vorpommerns. Die ehemaligen Versuchsstellen des Heeres und der Luftwaffe in Peenemünde standen selbstverständlich ebenfalls auf dem Exkursionsprogramm der VDI-Arbeitskreisleiter. Von hier aus erreichte am 3. Oktober 1942 das „Aggregat 4“ als erstes von Menschen gefertigtes Objekt den Rand zum Weltraum. Beeindruckendes Zeugnis des ehemals größten militärischen Entwicklungskomplexes Europas ist das Kraftwerk der Versuchsstellen, das als einziges vollständig erhaltenes Gebäude der Peenemünder Forschungs- und Rüstungsbetriebe heute die hoch interessante Ausstellung des „Historisch-Technischen Museums“ beherbergt. Dabei gelingt es den Ausstellungsmachern in hervorragender Weise, die einzigartige Ambivalenz dieses Ortes als Entwicklungsschmiede nationalsozialistischer Terrorwaffen und „Geburtsstätte der Raumfahrt“ zu vermitteln.


„Diese Ambivalenz in der Tätigkeit des Ingenieurs – seine tägliche Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt – gilt es auch in der Vermittlungsarbeit der technikgeschichtlichen Arbeitskreise des VDI zu berücksichtigen“; so das Fazit des frisch gewählten Sprechers Rüdiger Wendt zum Treffen der Arbeitskreisleiter in Vorpommern. „Zweifellos sind Lubmin und Peenemünde faszinierende Orte der Technik- und Industriegeschichte, die ebenso inspirieren wie zum Nachdenken anregen.“ Den technikgeschichtlichen Arbeitskreisen des Vereins Deutscher Ingenieure ist es daher nicht nur Anliegen, das technik- und industriegeschichtliche Erbe Deutschlands zu bewahren, sondern es dem ingenieurtechnischen Nachwuchs sowie einer breiten Öffentlichkeit in allen seinen Facetten zu vermitteln.


Fotos u. Text: Dr. Olaf Strauß, VDI BV MV

VDI-Partnerschaftstreffen 2018 in der Eifel

Das traditionelle Partnerschaftstreffen zwischen Vertretern des Mittelrheinischen Bezirksvereins und dem Bezirksverein Mecklenburg-Vorpommern wurde in diesem Jahr auf Initiative der Koblenzer Partner fortgesetzt. 

Dank der Aktivität und umsichtigen Planung von Hr. Richard Hens aus Andernach wurde auch diese Veranstaltung für alle Teilnehmer ein gelungenes Erlebnis. 12 Teilnehmer aus MV und 18 vom Mittelrhein fanden schnell wieder Kontakt und konnten trotz 4-jähriger Pause die freundschaftlichen Verbindungen problemlos abermals knüpfen.

Nach einer 8-stündigen Bahnfahrt wurden wir von unseren mittelrheinischen Kollegen auf dem Bahnhof Koblenz freudig empfangen, per PKW ging es ins Quartier in dem kleinen Eifel-Städtchen Nickenich. Die Region zeichnet sich durch frühgeschichtliche aktive Vulkantätigkeit mit den unterschiedlichsten Erscheinungsformen aus. Bimsstein wird heute im Tagebau gewonnen, der Granitabbau unter Tage war im Mittelalter gefragt.

Das Veranstaltungsprogramm reichte von der Besichtigung einer Abbauwand, dem Besuch des Bimsmuseums, eines Lavadomes, des   modernen Bausteinfertigungs-betriebes der Firma JASTO, einer ausgiebigen Führung durch die reizende Stadt Ahrweiler, bis hin zu einer Weinverkostung im Ahrtal.

Sehr beeindruckend war der Besuch des von 1958 – 1976 entstandenen Bundesdeutschen Regierungsbunkers, gedacht zur Überlebenssicherung von einigen Hundert Führungskräften für den Fall eines Atomschlages während des Kalten Krieges. Heute ein eindrucksvolles Mahnmal für eine weltweite Koexistenz ohne Kernwaffen auf unserem Erdball!

Die gemütliche Begegnung in einer durch die vorzügliche Wetterlage besonders geprägten Atmosphäre haben alle Teilnehmer beflügelt, unsere Partnerschaftstreffen für die Zukunft wieder fortzuführen. Durch den Vorsitzenden des Mittelrheinischen Bezirksvereins, Dr. Kinsky, und den als Gast anwesenden Prof. Wiegner wurde für das Jahr 2019 der Besuch in Rostock avisiert.

Wir wollen uns bemühen, unseren Gastgebern im nächsten Jahr nicht nachzustehen und bis Mai 2019 ein interessantes Besuchsprogramm vorbereiten!

 

Juni 2018 W. Hack

 

Foto: VDI Mittelrhein - Besuch des Lavadomes in Mendig

„Tag der Erneuerbaren Energien“ in Mecklenburg -Vorpommern am 28.04.2018

Der VDI Bezirksverein M-V war auch 2018 Partner des Veranstalters WINDEnergy Networks
und gestaltete den Tag am Veranstaltungsort Rostocks, alter Fischereihafen, aktiv mit.

Für den Veranstalter WINDEnergy Networks ist es wichtig, den Besuchern einen Tag lang ein
buntes Bild der Erneuerbaren Energien und den damit verbundenen 350 000 Arbeitsplätzen in
Deutschland zu vermitteln.


An diesem Tag wird zeitgleich an verschiedenen Standorten in MV mit Unterstützung vieler Partner den interessierten Bürgern Wissenswertes und Neues über erneuerbare Energien gezeigt. Neben der Möglichkeit Wind- und Solarparks zu besichtigen, es können Firmen besucht werden, die  z.B.: Windgeneratoren oder die Fundamente für Offshoreanlagen herstellen und in die ganze Welt liefern. Forschungseinrichtungen stellen aktuelle Forschungsarbeiten vor, Strom-und Gasversorgungsunternehmen öffnen ihre Pforten.


So wird die Bedeutung der Branche für unser Land und die 15000 Arbeitsplätze in MV offensiv dargestellt. Am Standort Rostock beteiligte sich, wie 2017 auch, der VDI Bezirksverein MV aktiv. Die Energiebeauftragten des Bezirksvereins Dipl.-Ing. Rolf Kasimirschak und Dipl.-Ing. Klaus Riedner hatten mehrere Ausstellungsobjekte im und vor dem Gebäude des Aus- und Fortbildungszentrums aufgebaut: Die technische Anschlussanlage für Photovoltaik mit einem Wechselrichter lockte viele Interessenten an, schließlich denken immer mehr über die Nutzung solch einer Energiequelle nach. Keine Frage, der „moderne", elektrisch angetriebene, Trabant aus DDR Zeiten war der Publikumsrenner. Damit auch die jüngeren Besucher eine Idee davon bekommen wie unser Energiesystem funktioniert, hatte Klaus Kasimirschak wieder das VDI-Miniaturstromnetzmodell, sowie mehrere dazu passende Experimente und Anschauungsmaterial mitgebracht.


Mit über 200 Besuchern wurden Gespräche geführt. 60 Kinder und Jugendliche konnten experimentieren, Spannendes über Technik und Energie erkunden und wichtige ingenieurtechnische Leistungen und Energieerfindungen selbst nachvollziehen. Klaus Riedner, Vorsitzender des VDI Bezirksvereins, hatte die Gelegenheit, bei der Ausstellervorstellungsrunde im Beisein des Ministers Pegel, auf die bedeutenden ingenieurtechnischen Leistungen in MV und die Aktivitäten des VDI in Mecklenburg-Vorpommern hinzuweisen sowie die gemeinsamen Zielstellungen des VDI und des Veranstalters des Tages der Erneuerbaren Energien in MV zu betonen.


Fotos: VDI MV

Auszeichnung des VDIni-Clubs Schwerin für „Familienfreundlichste Initiative“

der VDIni-Club Schwerin ist am Samstag, dem 26.05.2018 in der Kategorie „Familienfreundlichste Initiative“ in Schwerin für 2018 ausgezeichnet worden. Dieses erfolgte im Rahmen der Veranstaltung „Familienfreundlichste Schwerinerinnen“ im Schlosspark-Center.

Als Sachpreis hat der VDIni-Club die Fahrt in einer historischen Straßenbahn des Nahverkehrs Schwerin für 20 Personen und Freifahrkarten für Bus und Bahn, sowie ein Buch erhalten.

Weitere Informationen dazu:

https://www.focus.de/regional/schwerin/schwerin-landeshauptstadt-schwerin-schweriner-buendnis-fuer-familie-wuerdigte-familienfreundlichste-2018-in-der-landeshauptstadt_id_9002852.html

Der Vorstand gratuliert ganz herzlich!

HAWtech-Tagung an der HTW Berlin

Das Gelände der heutigen Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin-Köpenick ist ein für die Technikgeschichte wichtiger und ausgesprochen interessanter Standort. Rekonstruierte historische Gebäude aus gelbem Backstein und moderne Funktionsbauten bilden ein beeindruckendes Ensemble der Industriearchitektur im Südosten Berlins. Ursprünglich befand sich hier, direkt an der Spree gelegen die von Erich Rathenau gegründete AEG. Das erste Drehstrom-Kraftwerk Deutschlands und das größte Kabelwerk Europas entstanden 1897 an dieser Stelle. Damit war das Gelände eines der Zentren der Berliner Industrie. Vielen Ingenieuren ist KWO, Kabelwerke Oberspree, noch ein Begriff. In der DDR war das der Nachfolgebetrieb der ehemaligen AEG. Nach der Wende wurden fast alle Betriebsteile abgewickelt und die Gebäude werden ab 2006 schrittweise für die heutige HTW genutzt.


Die Tagung der HAWtech beschäftigte sich mit den Schwerpunkten „Internationalisierung des Ingenieurstudiums“, „Anforderungen der Wirtschaft an die Absolventen der Ingenieurstudiengänge“ und allgemeine Probleme des Ingenieurstudiums. Die etwa 100 Teilnehmenden kamen vorwiegend aus deutschen Fachhochschulen und Unternehmen. Sie beschäftigten sich in Workshops u.a. mit der Hochschul-Unternehmenskooperation, der Flexibilisierung und Internationalisierung der Curricula und der Ausgründung von Unternehmen aus den Hochschulen. Die Tagung war weitgehend auf die Erfahrungen und Rahmenbedingungen der Fachhochschulen bezogen. Die Ausbildung an den Hochschulen wurde von allen Rednern aus der Wirtschaft gelobt. Es wurde jedoch davor gewarnt, aus Selbstzufriedenheit den Anschluss an neue Entwicklungen zu verpassen.

Text und Bilder: Prof. Dr.-Ing. Klaus Brökel (VDI)

BALTIC RACING Stralsund 28.04.2018

Zahlreiche Studenten der Hochschule Stralsund engagieren sich im großen Team BALTIC RACING. Auf Bild 2 sind alle Mitwirkenden am neuen Modell TY18 des Rennwagens versammelt. Stolz präsentierten Sie in einer professionellen Show ihre Neuentwicklung am 28.04.2018 der Öffentlichkeit. Zahlreiche Besucher und auch Angehörige der Studenten nutzten den Termin, um sich ein Bild von der beeindruckenden studentischen Arbeit zu machen.

Der VDI Mecklenburg-Vorpommern unterstützt das Projekt mit einer jährlichen Spende. Somit sind das Logo und der Schriftzug des VDI auf der Karosse zusammen mit denen von vielen anderen Unterstützern vertreten.

Text und Fotos: Prof. Klaus Brökel, VDI

Landeswettbewerb Jugend forscht – Schüler experimentieren in MV

Die Juroren (v. links Tobias Struck (VDI), Dr.-Ing. Janos Zierath, Philip Kretscher und Klaus Riedner) staunen über die Projekte der jungen Forscher: Lara Neubert, Leni Termann (beide Gymn.Reutershagen), Adrian Schorowsky vom ERASMUS-Gymnasium. Fotos: VDI

 Drei VDI Mitglieder als Juroren dabei

„Spring! Hab den Mut und nimm die Herausforderung an. Trau Dich und zeig, was in Dir steckt! Mit dieser Intention haben sich auch in Mecklenburg-Vorpommern Schüler im Alter zwischen 9 und 19 Jahren am Landeswettbewerb „Jugend forscht“ und dem Regionalwettbewerb „Schüler experimentieren“ beteiligt. Insgesamt 76 Nachwuchsforscher präsentierten in der Stadthalle Rostock im Rahmen des 28. Landeswettbewerbs ihre Projekte in den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Physik, Technik sowie Mathematik und Informatik. 

Die Nachwuchsforscher stellten der Jury insgesamt 40 Projekte vor. Diese teilen sich innerhalb des Wettbewerbs in 26 Arbeiten bei „Jugend forscht“ und 14 Arbeiten in der jüngeren Altersklasse am Parallelwettbewerb „Schüler experimentieren“ auf.

Als Juroren wieder mit dabei drei VDI-Mitglieder: Dipl.-Ing. Tobias Struck, Dipl.-Ing. Klaus Riedner und Dr.-Ing. Janos Zierath.

4. Rostocker Kolloquium „Schiffskraftstoffe und Emissionen“

Fotos: Brökel, VDI MV; Text: Bühler

 

„Die industrielle Schifffahrt steht heute aufgrund der neuen Umweltvorschriften an einer sehr spannenden Stelle“ kam Prof. Dr.-Ing. Bert Buchholz direkt zum Thema. Der Professor vom Lehrstuhl für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren (LKV) der Universität Rostock eröffnete das 4. Rostocker Kolloquium „Schiffskraftstoffe und Emissionen“, das der VDI Arbeitskreis „Energie und Umwelttechnik“ des Bezirksvereins MV zum 4. Mal gemeinsam mit dem Lehrstuhl am 15. Februar 2018 in Rostock veranstaltete. Den fast 70 Teilnehmern bot sich ein interessantes Programm mit vier Beiträgen zu dem Thema „Kraftstoffe für Seeschiffe und Abgasemissionen“

Damit hatte Buchholz auch schon das Stichwort für den ersten Vortrag „Der aktuelle Stand der IMO-Vorschriften und Maßnahmen zur technischen Realisierung auf Seeschiffen“ gegeben:  Prof. Dr.-Ing. Franz Spychala, Mitorganisator für VDI Bezirksverein MV, fand es an der Zeit, über die nun anstehenden Veränderungen und den technischen Fortschritt zu reden, zumal das letzte Kolloquium zu dem Thema schon mehr als zwei Jahre zurückliegt. Die International Maritime Organization(IMO) hat den Grenzwert für den Schwefelanteil im Treibstoff deutlich herabgesetzt: Weltweit darf dieser ab 2020 nur noch 0,5 Prozent betragen; in der Nord- und Ostsee sowie an den Küsten vor Nordamerika gilt bereits seit 2015 ein Grenzwert von nur noch 0,1 Prozent. Ausführlich beschrieb er die Möglichkeiten, diese Grenzwerte zu erreichen und verglich den Entwicklungsschritt mit dem Schritt vom Dampf- zum Dieselantrieb. „Rund 70 000 Schiffe müssen umgerüstet werden“ so Spychala.

Wie die Kreuzfahrtindustrie damit umgeht, präsentierte Jens Kohlmann, Vice President Innovation & Projects Carnival Maritime (Muttergesellschaft der AIDA Cruises), mit einem kurzen Film. Als AIDA-Mann der ersten Stunde stellte er die Aktivitäten seines Unternehmens unter dem Titel „Alternative Kraftstoffe für Kreuzfahrtschiffe - Potentiale und Herausforderungen“ vor. Unter dem Motto „Green Cruising“ werden die beiden im Herbst 2018 und im Frühjahr 2020 in Betrieb gehenden AIDA Schiffe zu 100% mit LNG (Liquefied Natural Gas) betrieben werden können. Die AIDAsol ist das erste Schiff der Flotte, das bereits die Landstromanlage in Hamburg Altona nutzt. Außerdem beteiligt sich das Unternehmen auch an Forschungsprojekten zur alternativen Formen der Energieerzeugung wie der Fuel Cell Technologie.

Bernd Burdorf von der Scandlines Deutschland GmbH schilderte die Probleme bei der „Abgasreinigung von Scrubbern - 24/7 Closed Loop Betrieb“.  Burgdorf beschrieb, wie Scandlines seine Hybridfähren mit sogenannten „wet scrubbern im closed loop“ ausrüstete. Scrubber waschen das durch die Treibstoffverbrennung entstehende Rauchgas und können platzsparend im Kamin der Hauptmaschine (Single-Line-Bauweise) oder an mehreren Komponenten des Schiffes – z.B. am Hauptmotor, an den Hilfsmaschinen, am Kessel – eingebaut werden (Multi-Stream-Variante). Dabei können sowohl Open-Loop-, Closed-Loop- und Hybrid-Verfahren zum Einsatz kommen.

Prof. Bert Buchholz, LKV Uni Rostock, setzte den Schlusspunkt des Kolloquiums mit seinem Beitrag „Saubere Schiffskraftstoffe als Voraussetzung für eine effiziente Abgasreinigung an Bord“.

Das Kolloquium in lockerer Atmosphäre bot einen perfekten Überblick der aktuellen Probleme. Probleme, die zu lösen sind für die saubere und effiziente thermische Energienutzung im Bereich der Antriebstechnik und speziell der Schiffsantriebe in Gegenwart und Zukunft.

 

VDI-Fachtagung Schwingungen von Windenergieanlagen

Die VDI-Fachtagung „Schwingungen und Dynamik von Windenergieanlagen“ stellt noch nicht bekannte Problemstellungen und spannende neue Lösungen vor und diskutiert diese mit einem hochkarätigem Fachpublikum. Als der Treffpunkt für Fachleute aus der Windenergieszene und aus den Bereichen Dynamik und Schwingungstechnik findet die VDI-Tagung bereits zum 9. Mal mit Fachausstellung in Bremen statt. Herstellern, Zulieferern, Dienstleistern und Betreibern finden hier eine Plattform für den Austausch von Praxiswissen und wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Der Fokus liegt auf Schwingungs- und Kostenreduzierung bei Windenergieanlagen

Die führenden Fachleute der Windenergie sind sich einig: Die derzeit wichtigsten Themen im Bereich Windenergie, sind die Reduzierung von Kosten und die Reduzierung von Schwingungen. Die Nachhaltige Vermeidung von Schwingungsschäden leistet einen wertvollen Beitrag zur Kostensenkung. Hierzu präsentiert die VDI-Fachtagung Erfahrungswissen von Herstellern, Zulieferern und Betreibern.

Die Top-Themen in diesem Jahr:

-Session zu BIG DATA in der Schwingungstechnik

-Geräusche, Schallmessungen und Schallübertragung

-Schwingungsreduktion durch Echtzeitregelung

-Simulation von Resonanzzuständen und deren Auswirklungen auf Design-Lasten

-Welche Messmethoden und Überwachungssysteme durch Digitalisierung wesentlich kostengünstiger und effektiver werden

Torsten Habicht neuer Sprecher beim Ingenieurrat M-V

Am 8. Februar 2018 wählten die Mitglieder des Ingenieurrates Mecklenburg-Vorpommern Dipl.-Ing. Torsten Habicht für das laufende Jahr zu ihrem Sprecher.

Torsten Habicht (links im Bild), Diplom-Ingenieur aus Schwerin, ist im VDEI Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure engagiert und dessen Vertreter im Ingenieurrat-MV. Er löst Dipl.-Ing. Ralph Seehase (Verein der Prüfingenieure für Bautechnik in Mecklenburg-Vorpommern) als Sprecher ab. Die Sprecherfunktion im Ingenieurrat wird turnusmäßig jedes Jahr neu besetzt.

Die zehn im Ingenieurrat M-V zusammengeschlossenen Ingenieurverbände, -vereine und die Ingenieurkammer M-V verstehen sich als Vertretung der Ingenieurorganisationen in Mecklenburg-Vorpommern und streben einen breiten Dialog mit Vertretern der Landespolitik und der Öffentlichkeit an.

Foto: St. Güll

Besuch im Riesendynamo

Exkursion des VDIni-Clubs der John-Brinckmann-Schule in Rostock

Die größten Energie -und Technikerfindungen der Menschen von der Sonnennutzung bis zum Wasserstoffauto – das steht auf dem Programm, wenn Schüler der 4. Klasse der Rostocker John-Brinckmann-Schule sich Anfang des Schuljahres für das Gemeinschaftsangebot des VDI Bezirksvereins MV und der Schule für den Sachunterricht „Energie und Technik“ entschieden hatten.

Die elf Schüler die hier gemeinsam mit Ihrem Teamleiter, dem Diplom-Ingenieur Rolf Kasimirschak jede Woche eine Stunde forschen und experimentieren sind auch Mitglieder des VDIni-Clubs Rostock und nutzen die VDI-Angebote im Internet, um ihr technisches Wissen zu vertiefen.

„Elektrischer Strom: Generator und Stromnetz“ hieß das Thema am 7. Dezember. Und weil man einen „Riesendynamo“ direkt vor der Haustür hat, nämlich das Kohlekraftwerk Rostock, machte sich Rolf Kasimirschak mit seinem Club auf den Weg, um das große Kraftwerk mit dem dampfenden Kühlturm, das sie fast täglich auf ihrem Weg zur Schule von Ferne sehen, näher kennen zu lernen.

Ausgerüstet mit einem Arbeitsschutzhelm direkt vor dem Generator zu stehen, die Steinkohle anzufassen und den spannenden Erläuterungen von Jana Hinz, der Öffentlichkeitsverantwortlichen des Kraftwerks zu lauschen, war ein besonderes Erlebnis. Die Diplom-Ingenieurin hatte ihre Führung auf die Schüler zugeschnitten und stellte ihnen auch Mitarbeiter des Kraftwerks und ihre speziellen Aufgaben vor. Jana Hinz weiß wie man Schüler begeistert, unterstützt sie doch seit vielen Jahren tatkräftig die Jugendarbeit des VDI Bezirksvereins MV

Gelernt hatten die 11 zukünftigen Techniker und Ingenieure nach der Exkursion, dass das Rostocker Kohlekraftwerk zu den modernsten und saubersten auf der Welt gehört und dafür sorgt, dass kontinuierlich Strom vorhanden ist. Und auch dafür, dass es in Rostocks Häusern im Winter warm ist.

 

Text und Foto: Rolf Kasimirschak

 

Stellenangebot der FEK Energieeffizienz GmbH

Wir sind eine Forschungsgruppe (Industrie und Fraunhofer Gesellschaft) zur Nachweisführung der Brennstoffeinsparung/Effizienzsteigerung und Schadstoffminimierung bei Gebäudeheizungen und Dieselmotoren und Erarbeitung der wissenschaftlichen Zusammenhänge.


Zum nächstmöglichen Zeitpunkt (ab jetzt) suchen wir für unser Forschungsprojekt im
ITC Bentwisch (Rostock):


Unterstützung für den Bereich Elektronische- und Abgas-Messtechnik sowie deren Datenerfassung und -verarbeitung

Weitere Informationen in der Stellenausschreibung:

28. Fachschulung für Gebäudetechnik vom 23. bis 25. Januar 2018

Mit mehr als 70 Seminaren und Austellern bietet die 28. Fachschulung für Gebäudetechnik vom 23. bis 25. Januar 2018 wieder allen Elektrofachkräften, Planern und Architekten in Mecklenburg-Vorpommern die Chance sich effektiv und kostenlos zu wesentlichen technischen Neuerungen zu informieren, sich mit Fachkollegen auszutauschen und mit marktführenden Ausstellern ins Gespräch zu kommen. Die Fachschulung für Gebäudetechnik ist einzigartig in Deutschland und mit jährlich etwa 3.000 Fachbesuchern die bedeutendste Veranstaltung der Elektrobranche in Mecklenburg-Vorpommern.

 

Mehr über die 28. Fachschulung erfahren Sie unter: https://www.eh-mv.de/e-fachschulung.html

Rückblick Energietagung 2017

Der Übergang weg von konventionellen Brennstoffen, hin zu erneuerbaren Energien, ist in vielen Ländern der Welt im Gange. Wie es mit der Energiewende in Deutschland und vor allem in Mecklenburg-Vorpommern vorangeht wollten rund 90 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik von Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern, sowie den Referenten aus Wirtschaft und Wissenschaft erfahren.

Die von den Referenten freigegebenen Vorträge finden Sie hier:

Fotos: HBKomm, Rakow

Jugendarbeit VDI Bezirksverein MV: Projekte mit Schulen und die VDIni Clubarbeit des Schuljahres 2016/2017 wurden im Juli abgeschlossen

Jugendarbeit VDI MV
Foto: Rolf Kasimirschak

Die vom Bezirksverein M-V, AK Jugend und Technik Rostock, organisierten Aktivitäten für das Schuljahr 2016/2017 werden mit Beginn der Schulferien in M-V abgeschlossen. Neben der monatlichen Betreuung des Rostocker VDIni Clubs, über die regelmäßig berichtet wurde, engagierten sich Vereinsmitglieder mit weiteren Projekten in Schulen bzw. in Kindergärten. Das umfasste einen wöchentlichen Energie-und Technikclub mit 4.Klässlern an der Grundschule Brinckmansdorf, einen Technikclub mit Vorschülern im Kindergarten Broderstorf, fünf Thementage „Technik, Energie, Berufe in der Region“ im Landschulmuseum Göldenitz und seit einem Jahr neu die Projekttage „Technik, Energie. -erfindungen und Berufe in M-V“ in verschiedenen Schulen im Land.

Des Weiteren betreuten zwei VDI Mitglieder eine Schülergruppe im Rahmen von “Jugend forscht“, die an   einem von der Universität Rostock, Orthopädische Klinik, geleiteten Projekt beteiligt waren. Die beiden v. g. VDI Mitglieder begleiteten in ihrem Unternehmen auch zwei Schüler in einem berufsorientierten Praktikum und drei Schüler, die zu einem „sozialen Tag“ im Unternehmen waren. Die VDI Mitglieder beteiligten sich dafür zusätzlich mit einer Spende ihres Unternehmens für den Verein „Schüler helfen leben e.V.“

Die o.g.  erstmals gestalteten Projekttage wurden von den Schulen gut genutzt und  im 2.Schulhalbjahr zehnmal realisiert. Grundlage dafür ist eine Vereinbarung des Nordkuriers und des Sponsors edis mit dem VDI Bezirksverein. Der Nordkurier bietet das Lehrkonzept als Angebot für Schulen im Rahmen der ständigen Aktion „Zeitung in Schulen“ an und koordiniert die Schulanfragen.

Die VDI- Mitglieder fahren in die Schulen und gestalten den Projekttag mit selbsterarbeiteten Lehrstoff, Anschauungsmaterial, Experimenten, Filmen und Erzählungen aus dem eigenen Berufsleben. Je nach Schulwunsch und je nach Altersstufe für 3-6 Stunden. Im abgelaufenen Schuljahr waren Schüler der 2.Klasse bis zur 13. Klasse und Klassenstärken von 15 bis 28 Schüler vertreten. Anfragen an den VDI kamen vorwiegend von Schulen aus dem Ostteil des Landes, z.B.: aus Friedland, aus Eggesin, aus Blankensee, aus Neubrandenburg und Rostock. Der „Unterricht“ wird immer mit den Fragen begonnen: Was ist der VDI?  Was machen Ingenieure? Am Ende des Projekttages wissen die Schüler das. Und auch wo und warum sie technikorientierte Berufe in M-V, in ihrer Region erlernen können und sollten.

Ab September 2017 beginnt das neue Schuljahr und die v. g. Aktivitäten unseres Bezirksvereins starten neu. Wie immer zum Abschluss die Bitte um Unterstützung und Mitarbeit an alle interessierten VDI-Vereinsmitglieder. Auch stundenweise Hilfe und jeder Mitgestaltungswunsch wird dankbar angenommen.

 

Dr. Ing. Bärbel Meyer, Dr. Ing.  Gudrun Horn-Samodelkin, Tina Bresemann, Rolf Kasimirschak

Ein Bahnhof der Superlative

Fast zwanzig Mitglieder und Gäste des VDI Bezirksverein MV und des VIW  Verein der Ingenieure und Wirtschaftler in Mecklenburg-Vorpommern e.V. aus dem Raum Westmecklenburg machten sich am 8. Juni 2017 auf den Weg nach Maschen bei Hamburg.

Ihr Ziel war der größte Rangierbahnhof Europas.

In einem Einführungsvortrag von Herrn Bentzel (DB Cargo) erfuhren sie allerlei Wissenswertes über die Strukturen bei der Deutschen Bahn allgemein und über das Produktionszentrum Hamburg, zu dem auch der Rangierbahnhof Maschen gehört, im Besonderen.

 

Stark beeindruckt waren alle Teilnehmer vor allem von der Größe der Anlage. Auf einer Fläche von etwa 700 mal 7000 Metern befinden sich rund 300 km Gleise und 750 Weichen. Vier Stellwerke, ein computergestütztes Kontrollzentrum und bis zu sieben Rangierlokomotiven pro Schicht sorgen dafür, dass alle Waggons nach Bedarf und Zielen richtig zu Zügen zusammengestellt werden können. Bis zu 100 Ein- und Ausgangszüge werden pro Werktag gebildet. Das entspricht ca. 3.500 Wagen pro Tag in der Spitze.

An den Vortrag schloss sich ein Gang über das Bahnhofsgelände an, den die Teilnehmer für viele technische Fragen nutzten.

 

Artikel und Fotos von Reinhard Labahn

 

„Tag der Erneuerbaren Energien“ in Mecklenburg -Vorpommern am 29.04.2017

Der VDI Bezirksverein M-V war Partner des Veranstalters WINDEnergy Networks und gestaltete die Veranstaltungen auf dem Traditionsschiff Rostock aktiv mit.

Mit dem bundesweiten „Tag der Erneuerbaren Energien“ werben Firmen und Institutionen um Akzeptanz für erneuerbare Energien bei der Bevölkerung und für die Beschleunigung der Energiewende in Deutschland.

In M-V wurden über 50 Veranstaltungen geplant, u.a. auch im IGA Park Rostock, vor und auf dem Traditionsschiff. Dort beteiligte sich der VDI Bezirksverein M-V an der Vorbereitung und Ausführung.

Die ingenieurtechnischen Leistungen unseres Landes bei der Energie-und Stromproduktionswende durch Windgeneratoren an Land und auf See, durch Solarmodule, Biogasanlagen, Speicherung und Mobilität mit erneuerbaren Energieträgern sind herausragend und europaweit anerkannt.

Mecklenburg-Vorpommern und Deutschland haben eine Vorbildwirkung für viele andere Länder in der Welt.

Für Schüler und Jugendliche sind damit sehr gute Chancen für gute Ausbildungs- und sichere Arbeits-plätze in unserem Land, vor ihrer Haustür, vorhanden. Die Branche bietet über 15.000 Arbeitsplätze in M-V an.

Der VDI Bezirksverein M-V unterstützte die ganztägige Veranstaltung auf dem Traditionsschiff Rostock mit einem Stand und Ausstellungsstücken, der von Dipl.-Ing. Rolf Kasimirschak betreut wurde.

Zu sehen waren u.a. ein „Trabant Elektromobil“ (Leihgabe der WEMAG), einem Hauskraftwerk für Photovoltaikstrom (Wechselrichter und Batteriespeicher), einem Brennstoffzellenauto und dem Miniaturmodell eines Stromnetzes mit Kraftwerken, das auch für die Ausbildung an Schulen unseres Landes eingesetzt wird, bei der sich Rolf Kasimirschak besonders engagiert.

Dipl.-Ing. Klaus Riedner, der Schatzmeister des VDI Bezirksvereins, hatte die Teilnahme an diesem „Tag der Erneuerbaren Energien“ gemeinsam mit dem WIND Energy Network und dem Traditionsschiff in Schmarl organisiert.  

Mehr als 150 Besucher, besonders Familien mit Kindern, kamen mit Interesse und Neugier und diskutierten mit sichtbarem Spaß mit den VDI Standbetreuern.

Auch der Minister Pegel besuchte den VDI Stand und bedankte sich für die Unterstützung.

Voller Energie – und das hat in Blankensee Schule gemacht

Energie lässt sich auf unterschiedliche Weise gewinnen, wie Elektroingenieur Rolf Kasimirschak Cedric Mai und seinem Mitschülern aus der 8. Klasse in der Regionalschule Blankensee erklärte. FOTO: HEIKE SOMMER

Das Geheimnis der Elektrizität wollten Schüler der 8. Klasse lüften. Möglich wurde dies über die Initiative Zeitung in der Schule (Zisch). 

BLANKENSEE. Bis zum Urknall hat Rolf Kasimirschak ausgeholt, um mit den Schülern der 8. Klasse der Regionalschule Blankensee die Frage zu klären, woher die Energie kommt. Der Elektroingenieur übernahm für einen Vormittag den Platz eines Lehrers. Sein Auftrag: Den Mädchen und Jungen anschaulich die Energiewende zu verdeutlichen und welche beruflichen Perspektiven sie mit sich bringt. Ermöglicht wurde der Projekt-Tag durch den Nordkurier und seine Initiative Zeitung in der Schule (Zisch). Sie unterstützt regelmäßig praxisbezogenen Unterricht wie den von Rolf Kasimirschak vom Verein Deutscher Ingenieure.

„Ich bin froh, dass das geklappt hat“, sagt Andrea Trempenau, die für ihre Schüler das Zisch-Projekt beantragt hatte. „Wir haben im vergangenen Jahr schon sehr gute Erfahrungen damit gemacht“, versichert sie. Auch die Schüler folgen gespannt den Ausführungen und anschaulichen Beispielen von Rolf Kasimirschak, begeben sich mit ihm auf eine virtuelle Reise in die Galaxie und zur größten Energiequelle der Erde – der Sonne. Er zeigt

ihnen Schritt für Schritt, wie der Mensch dem Geheimnis der Elektrizität, den Gesetzen der Energie und deren Erzeugung auf die Schliche gekommen ist. Bis ins Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald reichen seine Ausführungen. „Denn hier wird an der Zukunft der Energiegewinnung geforscht und die ganze Welt schaut gespannt zu“, sagt er.

In Kernfusionskraftwerken soll später – so die Erwartung der Forscher – analog zu den Prozessen auf der Sonne durch die Verschmelzung von Atomkernen Energie klima- und umweltfreundlich erzeugt werden. „Hier arbeiten mehr als 500 Menschen, vorrangig Ingenieure“, sagt er und ermuntert die Schülerinnen und Schüler, das Institut zu besichtigen oder sich sogar für einen Praktikumsplatz zu bewerben. Der Verein Deutscher Ingenieure, für den Rolf Kasimirschak ehrenamtliche in Mecklenburg- Vorpommern tätig ist, will Heranwachsenden die Scheu vor technischen Berufen nehmen. Der Achtklässler Cedric Mai aus Bergfeld ist begeistert von dem Projekt. „Ich interessiere mich sehr für Energie. Aber ein Praktikum im Plasmaforschungsinstitut Greifswald zu machen, darauf bin ich noch nicht gekommen“, sagt er. Im Juni findet ein weiteres Zisch-Projekt an der Blankenseer Schule statt. Dann besuchen Schüler der 7. Klasse die Nordkurier-Druckerei in Neubrandenburg.

 

(Von Heike Sommer; 

Artikel erschienen am 01.04.2017 im Nordkurier)

VDIni-Club LTTZ – 2. Veranstaltung am 16.03.2017

Am 16.03.2017 fand die zweite VDIni-Veranstaltung im Jahr 2017 mit leider nur Dreien unserer jungen Technik-Kids statt.

Es wurde das Thema der Vorveranstaltung: „Wir experimentieren mit Elektro- und Elektronikbaukästen“ vertieft. Dazu hatte sich Gerhard Palatschek ausgedacht, den Kindern spielerisch anhand einer Baustellensituation mit Kran nahe zu bringen, was man unter einem Algorithmus oder einer Programmierung versteht. Dabei übernahm ein Kind den Part des „Programms“, ein Kind fungierte als Bauleiter und das dritte Kind führte als „Computer“ die Befehle aus.

Weiterhin wurde beispielhaft darüber gesprochen, wo man im Alltag überall Programmierungen vorfindet: in der Spülmaschine, Kochanleitungen (Rezepturen), Wecker usw..

Die Kinder lernten auch „alte“ Datenträger, wie Lochstreifen am Beispiel einer Ampelschaltung kennen.

Beim nächsten Treffen wird Teil 3 zu diesem Thema in Angriff genommen und das „Selber Programmieren“, welches Rolf Kasimirschak den Kindern in den Grundzügen m.H. eines Baukastens nahebringen will, umgesetzt! 

VDIni-Club LTTZ – 1. Veranstaltung am 02.02.2017

Am 02.02.2017 fand die erste VDIni-Veranstaltung des neuen Jahres mit 7 unserer jungen Technik-Kids statt.

Unter dem Thema: „Wir experimentieren mit Elektro- und Elektronikbaukästen“ bot sich unseren jungen Techniker die Möglichkeit ihr Wissen zu Schaltkreisen zu wiederholen und Glühlampen und LEDs bzgl. ihres Stromverbrauches, Leuchtstärke und Energieeffizienz zu vergleichen.

Den Abschluss bildete ein kurzer Einblick in das Programmieren von Schaltungen. Hier waren Andreas und Luca aktiv, vielen Dank den Beiden und unseren Betreuern Rolf Kasimirschak und Gerhard Palaschek.

Nun sind wir gespannt, auf Teil 2 zu diesem Thema. Wir wollen selber programmieren!

Neujahrsgruß des Vorsitzenden

Ein erfolgreiches Jahr 2017

Sehr geehrte Mitglieder,

der VDI  Bezirksverein MV e.V. hat in den letzten Jahren einen stetigen Zuwachs an Aktivitäten zu verzeichnen. Den Tag der Technik an 4 Standorten, VDIni erfolgreich an 2 Standorten, Veranstaltungen, die auch überregional wahrgenommen werden.

Durch diese Leistungen ist es gelungen, eine breite Außenwirksamkeit und Akzeptanz in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu erzielen.

Dank Ihrer Mithilfe – in welchem Bereich auch immer – konnten wir dieses Ergebnis erreichen. Ich möchte Sie deshalb auffordern, dass Sie Ihren Beitrag weiterführen, ausbauen, sich kreativ und verantwortungsbewusst einbringen.

Für all dies wünsche ich Ihnen in 2017 Elan, Schaffenskraft, Mut und vor allem Gesundheit.

Wie überall kann auch in unserem Verein jede Hand und jeder kluge Kopf gebraucht werden. Daran anknüpfend gestatten Sie mir eine persönliche Bitte auszusprechen: Zur Sicherung unserer Arbeit sehe ich mich veranlasst meine Nachfolgeregelung als Vorsitzender des Bezirksvereins und des Landesverbandes mit der nächsten Mitgliederversammlung am 9. März  2017 zu klären. Leider – und zu meinem großen Bedauern – kann ich das Amt des Vorsitzenden mit meinem hohen beruflichen Arbeitsaufkommen nicht mehr vereinbaren.

Das bedeutet konkret, dass ich für die Funktion als Vorsitzender des Bezirksvereins und Landesverbandes nicht mehr zur Verfügung stehen werde und ein neuer Vorsitzender gewählt werden muss.

Fühlen Sie sich bereit und berufen dieses Amt zu übernehmen? Ich kann Ihnen versichern, dass Sie eine sehr interessante Aufgabe übernehmen, die Ihr berufliches Netzwerk und Ihre Karriere positiv beeinflussen.

Um die Übergabe aber erfolgreich zu gestalten, kann ich Ihnen zusagen, dass ich auch weiterhin dem Vorstand zur Verfügung stehen werde.

Im Namen des Vorstandes versichere ich Ihnen bestmögliche Kooperation, wenn Sie unsere Tätigkeit im VDI MV aktiv mit unterstützen.

Gern stehe ich Ihnen für ein persönliches Gespräch zur Klärung weiterer Einzelheiten zur Verfügung.

Nutzen Sie die Geschäftsstelle oder meine persönlichen Kontaktmöglichkeiten. Ich freue mich auf Ihren Anruf bzw. Ihre eMail. Vertraulichkeit ist selbstverständlich.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Dipl.-Ing ., Dipl.-Wirt.-Ing. Mario Kokowsky
Vorsitzender

 

Kontakt:

Dipl.-Ing ., Dipl.-Wirt.-Ing. Mario Kokowsky
Tel.: +49(0)3834 553 114
Fax: +49(0) 3834 500 442
Mobil: +49(0)175-291-51-62
E-Mail: vorsitzender.lv-mv@vdi.de

Technologie- und Industriepolitische Konferenz im Zukunftsfeld Ernährung

Ernährung ist eines von sechs Strategiefeldern, die durch die „Regionale Innovationsstrategie 2020“ für Mecklenburg-Vorpommern als Schwerpunkte der strukturellen Entwicklung definiert wurden. Seitens der Landesregierung werden diesen „Zukunftsfeldern“ Prioritäten für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation eingeräumt.

Am 12. Januar 2017 sollen auf einer „Technologie- und Industriepolitischen Konferenz“ bei uns an der Hochschule die für das Zukunftsfeld „Ernährung“ geleistete Arbeit bilanziert, die Herausforderungen der kommenden Jahre aufgezeigt und der Stand der aktuellen Forschung und Entwicklung im Themenfeld präsentiert werden. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, wird aus diesem Anlass zu uns kommen. Referenten aus Landespolitik, Wissenschaft und regionaler Wirtschaft werden zu Forschung, Entwicklung und Innovation im Themenfeld Ernährung referieren. Die Konferenz wird von den im Strategierat Wirtschaft-Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern zusammengeschlossenen Ministerien, Wirtschaftskammern, Hochschulen und Forschungseinrichtungen organisiert.

Für Mecklenburg-Vorpommern stellt die Ernährungswirtschaft eine „Leitbranche“ dar. Mit rund 16.000 Beschäftigten und einem Umsatzvolumen von 4,8 Mrd. € hat das Ernährungsgewerbe eine zentrale Bedeutung für die wirtschaftliche Struktur und die künftige Entwicklung des Landes. Innerhalb des verarbeitenden Gewerbes ist die Ernährungswirtschaft der umsatzstärkste Wirtschaftszweig und zugleich einer der wichtigsten Arbeitgeber unseres Bundeslandes.

Veranstaltungsort
Hochschule Neubrandenburg, Hörsaalgebäude (Haus 1) und Foyer
Brodaer Straße 2
17033 Neubrandenburg

Ansprechpartner
Dr. Olaf Strauß
Technologie- und Innovationsberater
Tel.  +49 395/5693-1042

E-Mail: strass@hs-nb.de

Agenda und Anmeldung unter http://www.hs-nb.de/tik17